Methodik

Die Grundlage des Stifterverband-Index für die deutschen Hochschulen bilden 17 Indikatoren, die zum einen die aktuelle Lage und zum anderen die erwarteten Verbesserungen oder Verschlechterungen in den nächsten fünf Jahren messen.

Aus den Einzelindikatoren ergeben sich ein Lageindex und ein Erwartungsindex. Zusammengenommen bilden sie den Stifterverband-Index. Die mögliche Bandbreite der Indizes variiert von minus 100 (extrem negative Stimmung) bis plus 100 Punkte (extrem positive Stimmung).

 

Berechnung des Stifterverband-Index

Inhaltlich unterteilen sich die Indikatoren in die folgenden Bereiche:

  1. Rahmenbedingungen: Hochschulautonomie, Ausstattung der Infrastruktur in Forschung und Lehre, Personalsituation in Wissenschaft und Management sowie Finanzierungssituation
  2. Gesellschaftliche Einbettung: Kooperationen der eigenen Hochschule mit anderen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie gesellschaftliches Klima für die Hochschulen insgesamt
  3. Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Hochschule in der Forschung und Lehre sowie Wettbewerbsfähigkeit des Hochschulstandorts Deutschland

Daten und Rücklauf

Die jeweilige Grundgesamtheit der Befragungen umfasst alle deutschen Hochschulen, die zum Befragungszeitpunkt staatlich oder staatlich anerkannt sind und unbeschränkten Studienzugang bieten. Zum Zeitpunkt der jüngsten Befragung (November bis Dezember 2018) waren es 394 Hochschulen. Das Hochschul-Barometer erzielte in allen fünf Jahren einen hohen Rücklauf von 40 bis 56 Prozent. Insgesamt wurden mit dem Hochschul-Barometer rund 81 Prozent aller Hochschulen erreicht. Dies gewährleistet eine hohe Qualität und Belastbarkeit der erhobenen Daten und zeigt, dass das Hochschul-Barometer eine hohe Akzeptanz und Relevanz in der Hochschullandschaft hat.

Durch die hohen Rücklaufquoten repräsentieren die Antworten die Vielfalt der deutschen Hochschullandschaft: Universitäten und Fachhochschulen, öffentliche und private Einrichtungen. 59 Prozent der im Jahr 2018 teilnehmenden Hochschulen sind Fachhochschulen beziehungsweise nicht-spezialisierte Hochschulen ohne Promotionsrecht (53 Prozent in der Grundgesamtheit), 27 Prozent sind Universitäten und übrige Hochschulen mit Promotionsrecht (26 Prozent in der Grundgesamtheit) und 15 Prozent sind spezialisierte Hochschulen wie Kunst- und Musikhochschulen, theologische oder pädagogische Hochschulen (21 Prozent in der Grundgesamtheit). Auch die Aufteilung nach Größe und Trägerschaft im Sample entspricht weitgehend der Aufteilung in der Grundgesamtheit. Die Ergebnisse sind damit aussagekräftig für die Hochschullandschaft insgesamt.

Alles in allem haben sich 162 Hochschulen an der Befragung 2018 beteiligt. Das Antwortverhalten zu den einzelnen Fragen variiert. Mindestens konnten jedoch 119 Fragebögen ausgewertet werden.

Die Größe der jeweiligen Samples und die Daten können über das Forschungsdatenzentrum des Stifterverbandes bezogen werden.