Methodik

Die Grundlage des Stifterverband-Indexes für die Lage der deutschen Hochschulen bilden 17 Indikatoren aus drei unterschiedlichen Bereichen. Die mögliche Bandbreite des Indexes variiert von –100 (extrem negative Stimmung) bis +100 Punkte (extrem positive Stimmung).

Inhaltlich unterteilen sich die Indikatoren in die Bereiche:

  • Rahmenbedingungen: Hochschulautonomie, Ausstattung der Infrastruktur in Forschung und Lehre, Personalsituation in Wissenschaft und Management sowie Finanzierungssituation
  • Gesellschaftliche Einbettung: Kooperationen der eigenen Hochschule mit anderen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie gesellschaftliches Klima für die Hochschulen insgesamt
  • Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Forschung und Lehre sowie des Hochschulstandorts Deutschland

 

Daten und Rücklauf

Die jeweilige Grundgesamtheit der Befragungen umfasst alle deutschen Hochschulen, die zum Befragungszeitpunkt staatlich oder staatlich anerkannt sind und unbeschränkten
Studienzugang bieten, mit Ausnahme der Verwaltungsfachhochschulen. Zum Zeitpunkt der Haupterhebung (Dezember 2019 bis Februar 2020) waren es 392 Hochschulen. Das Hochschul-Barometer erzielte in allen Jahrgängen einen hohen Rücklauf von 38 bis 56 Prozent. Insgesamt haben wir seit 2011 mit dem Hochschul-Barometer drei Viertel aller Hochschulen erreicht. Dies gewährleistet eine hohe Qualität und Belastbarkeit der erhobenen Daten und zeigt, dass das Hochschul-Barometer eine hohe Akzeptanz und Relevanz in der Hochschullandschaft hat.

Durch die hohen Rücklaufquoten repräsentieren die Antworten die Vielfalt der deutschen Hochschullandschaft: Universitäten und Fachhochschulen, öffentliche und private Einrichtungen. 57 Prozent der im Jahr 2019 teilnehmenden Hochschulen sind Fachhochschulen beziehungsweise nicht spezialisierte Hochschulen ohne Promotionsrecht (53 Prozent in der Grundgesamtheit), 32 Prozent sind Universitäten und übrige Hochschulen mit Promotionsrecht (31 Prozent in der Grundgesamtheit), und 10 Prozent sind spezialisierte Hochschulen wie Kunst- und Musikhochschulen, theologische oder pädagogische Hochschulen (16 Prozent in der Grundgesamtheit). Ebenso die Aufteilung nach Größe und Trägerschaft im Sample nähert sich der Aufteilung in der Grundgesamtheit an. Somit können wir in unserer Studie zu robusten Aussagen kommen.

Insgesamt haben sich 148 Hochschulen an der Befragung 2019 beteiligt. Die Größe der jeweiligen Samples und die Daten können über das Forschungsdatenzentrum des Stifterverbandes bezogen oder im neuen Datenportal auf der Website des Hochschul-Barometers analysiert werden.